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Prinzessin Sayyida Salme bint Sa’id ibn Sultan alias Emily Ruete

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Foto: Sehnsuchtsort in Zeiten des Imperialismus[1]

* * *

Günther Lanier, Ouagadougou 6.4.2022[2]

* * *

Es war einmal eine Prinzessin…

Mehr als hundert Jahre ist es her. Sie kam aus fernen Landen. Die Autobiographie[3], die sie uns hinterließ, hat sie auf Deutsch geschrieben. Sie beschränkte sich darin weitgehend auf die in Sansibar verbrachten Teile ihres Lebens: ihre Kindheit und Jugend.

Sie will vermitteln zwischen Kulturen[4], der in Sansibar angesiedelten arabischen und der deutschen. Offenherzige Schilderungen des Lebens in den Palästen der Insel stießen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung – 1886 – auf so großes Interesse, dass noch im selben Jahr drei weitere Auflagen folgten.


Emily Ruete in orientalischer Aufmachung[5]

Sayyida Salme war eines der nur 36 Kinder Said ibn Sultans – “nur 36“, weil er über 75 Frauen hatte. Nur eine unter diesen Frauen war dem Herrscher ebenbürtig, Azza bint Sêf, sie war als Prinzessin von Oman geboren worden. Alle anderen hatte der Sultan als Sklavinnen erstanden. Sie kamen aus aller Herren Ländern – Sayyida Salmes Mutter war Tscherkessin (aus dem nördlichen Kaukasus), sie war als Kind geraubt und verkauft worden, wurde am Hof des Sultans in Sansibar mit Gleichaltrigen großgezogen (war auch des Lesens kundig) bis sie heiratsfähig war.[6]

Im Mtoni-Palast, an der Küste etwa 4 km nördlich von Stone Town in der Stadt Sansibar gelegen, wo Sayyida Salme am 30.8.1844 das Licht der Welt erblickt hatte, verbrachte sie ihre frühe Kindheit[7]. Dann zog sie mit ihrer Mutter um in die Stadt zu ihrem Bruder (und späteren Nachfolger ihres Vaters) Madjid, der seit seiner Volljährigkeit im Watoro-Palast in der unmittelbaren Nachbarschaft des Stadtpalastes des Sultans lebte[8].

[9]

Abgesehen von der Geographie kommt Schwarzafrika in dem Buch übrigens kaum vor. Obwohl Schwarze die Mehrheit der Bevölkerung der Insel stellten und sicher auch unter den 6.000 bis 8.000 SklavInnen[10] des Vaters dominierten. Eingestreut in den Text stoßen wir immer wieder auf arge Rassismen – dass die Schwarzen überaus arbeitsscheu seien, wird oft erwähnt, und dass sie deswegen konstanter Überwachung bedürfen[11]. Dabei “sind die Sklaven durchgehends in jeder Hinsicht gut versorgt. Sie müssen freilich unentgeltlich für ihre Herren arbeiten, aber sie sind auch frei von allen Sorgen, haben ihren sicheren Unterhalt und ihr Wohl liegt der Herrschaft am Herzen.“[12] Die omanischen Verwandten der Herrscherfamilie – im 19. Jahrhundert eigentlich die armen Verwandten im Reich – blicken auf Sansibar hinunter, weil dort “vernegerte Zustände“ herrschen[13].

[14]

Denken tun sie auch wenig, die Schwarzen[15]. Die einzigen, über die wir ein nahezu uneingeschränktes Lob erhalten, sind die Ammen – die Mutter selbst stillt nur in Ausnahmefällen, bis zum Alter von 2 Jahren stehen Prinzen und Prinzessinnen ein bis zwei Ammen zur Verfügung. Die Ammen zeichnen sich durch “außerordentliche Treue und Anhänglichkeit“ aus. Folgerichtig wurden sie “besonders geehrt und genossen ihr ganzes Leben lang besondere Achtung.“[16] Sie benehmen sich durchgehend wie “zweite Mütter“ – ganz anders als die herzlosen deutschen Ammen, die Emily Ruete später im Leben kennenlernen sollte[17].

Mit ihrem Rassismus kam die Autorin bei ihren deutschen LeserInnen zweifellos gut an. Dass diesbezüglich die EuropäerInnen zu Zeiten des Imperialismus keineswegs ein Monopol hatten – und bis zum heutigen Tag nicht haben –, es ihnen die AraberInnen gleichtun oder sie darin sogar übertreffen, ist wohl kein Geheimnis. Wer einmal mit einer nordafrikanischen Fluglinie aus Subsahara-Afrika nach Europa geflogen ist, war sicher entsetzt, mit wie viel Herablassung, ja Verachtung das Flugpersonal der dominant schwarzen Klientel begegnet.

Wobei es freilich Unterschiede gibt: AbessinierInnen (also ÄthiopierInnen) zählten für Sansibars Adelsschicht nicht als Schwarze, obwohl sie in der Hierarchie – das galt auch innerhalb der Herrscherfamilie – eindeutig unter den TscherkessInnen standen[18].

Ein Hauch von Undank umgibt diese Verachtung der Schwarzen, war doch der SklavInnenhandel noch vor dem Anbau von Gewürznelken die Grundlage des Reichtums des Landes und vor allem seines Herrschers.


Das Reich von Oman und Sansibar Mitte des 19. Jahrhunderts[19]

Sayyida Salme war eines der jüngsten Kinder von Said ibn Sultan. Ihr Vater war 53, als sie geboren wurde. Sie hat ihn nie anders “als in seinem ehrwürdigen, schneeweißen Vollbarte gesehen“[20]. Sie beschreibt ihn als wohlwollend, gütig und gerecht. Überhaupt negiert sie zwar die riesigen sozialen und ökonomischen Unterschiede nicht, behauptet allerdings die völlige Akzeptanz der Herrschaft durch die Beherrschten – das kommt wohl von ihrem eigenen Rang: zuoberst. Und sie hätte sich sicher gewundert, hätte ihr jemand erzählt, dass es ungefähr ein Jahrhundert später, 1964, zum Sturz des aus derselben Dynastie stammenden Sultans von Sansibar kommen sollte – in der Folge flüchtete dann auch der 2021er Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah nach Großbritannien[21].

Als Sayyida Salme neun Jahre alt ist, fährt ihr Vater auf drei Jahre nach Oman, um sich um den dortigen Reichsteil aus der Nähe kümmern zu können. Auf der Rückreise stirbt er in der Nähe der Seychellen am 19. Oktober 1856, er ist nur 65 Jahre alt geworden. Es kommt zu Erbstreitigkeiten, der oben erwähnte Madjid kann sich durchsetzen, die Einheit des Reiches kann aber – trotz eines von London vermittelten Abkommens – nicht gewahrt werden und Oman und Sansibar werden getrennte Wege gehen.

Sayyida Salme erbt nach “mhamedanische(m)[22] Gesetz“ um die Hälfte weniger als ihre Brüder. Dennoch und trotz der Aufteilung unter 36 Geschwistern gehen sich für sie noch mehrere Plantagen mit den zugehörigen Palais aus. Obwohl sie erst 12 ist, wird sie für volljährig erklärt. Als sie 15 ist, stirbt auch ihre Mutter. Sie scheint aber, was das Managen ihres Lebens betrifft, durchaus kompetent, lässt sich nicht unterkriegen. Offenbar hatte sie sich schon als Kind durchaus durchzusetzen gewusst, bezeichnet sich einmal als “halbe Amazone“[23] und hatte sich zum Beispiel mit etwas Hilfe eines gelehrten Dieners auch das Schreiben selbst beigebracht (Mädchen durften nur lesen lernen[24]). Nur in einem versagt ihr Urteilsvermögen – sie beteiligt sich an einer innerfamiliären Verschwörung gegen Madjid, obwohl sie diesem sehr nahestand, was sie in ihrem Buch als riesigen Fehler eingesteht – nach fehlgeschlagenem Umsturzversuch wird sie sich mit Madjid auch wieder versöhnen[25].

Dann lernt Sayyida Salme den Hamburger Kaufmann Heinrich Ruete kennen – er wohnt im Nachbarhaus und offensichtlich gelingt es ihr, die für mhamedanische Frauen geltenden strengen Regeln im Umgang mit fremden Männern zu umgehen. Sie wird schwanger und da eine Heirat mit einem Christen ausgeschlossen ist, bleibt ihr nichts als die Flucht – würde sie in Sansibar bleiben, wäre ihr Leben in Gefahr. Auf dem britischen Kriegsschiff “Highflyer“ wird sie nach Aden (Jemen) gebracht. Dort tritt sie zur christlichen Religion über und heiratet Heinrich Ruete. Die beiden ziehen nach Hamburg und heißt ab sofort Emily Ruete.

[26]

“Unser sorgloses, glückliches und zufriedenes Zusammenleben sollte nur von kurzer Dauer sein.“[27] Heinricht Ruete wird, als er am 6. August 1870 von der Straßenbahn abspringt, überfahren. Der beiden drittes Kind ist da gerade dreieinhalb Monate alt.

Emily Ruete wird sich in Deutschland mehr schlecht als recht durchschlagen. Davon ist im Buch kaum die Rede.

[28]

Das Buch Emily Ruetes entstammt in vieler Hinsicht der Feder Sayyida Salmes, die in meist thematisch gruppierten Kapiteln (Die Schule im Orient, Stellung der Frau im Orient, Arabische Eheschließungen, Fastenzeit, Die Sklaverei, Auf einer Plantage…) weniger durch ihr Leben als durch die “arabische“ Kultur führt und diese den Deutschen schmackhaft zu machen versucht, sie auch durchaus verteidigt (z.B. was die Stellung der Frauen betrifft).

Die Kindheits- und Jugenderinnerungen Emily Ruetes sind von unermesslichem Reichtum geprägt, sie und ihre Familie führten ein Leben in absolutem Luxus. Die Prinzessin war diesbezüglich Nutznießerin einer von ihrem Vater wahrgenommenen Gelegenheit: Während einer kurzen Zeitspanne (window of opportunity) im Vorlauf zum britischen Imperialismus bestand im Indischen Ozean nicht nur für europäische Mächte die Chance zu großen Unternehmungen – Eroberungen – Ausbeutungen[29].

Das strategisch günstig am Eingang des Persischen Golfes gelegene Oman tauchte zum rechten Zeitpunkt aus inneren Wirren auf. Dazu soll Asche (Sayyida Aisha ibn Sultan), die Tante Sayyida Salmes und große Schwester Said ibn Sultans, als Regentin ganz wesentlich beigetragen haben. Auf eine Art und Weise, die ihre traditionelle Rolle als Frau in vieler Hinsicht missachtete oder hinter sich ließ, gelang es ihr, den Sultansthron Said ibn Sultans abzusichern[30]. Als er alt genug war, die Macht zu übernehmen, konnte er sich beruhigt und entschieden dem Meer und somit Ostafrika und Sansibar zuwenden. Es war genau der richtige Zeitpunkt: Bevor der britische Imperialismus mit voller Kraft zuschlug, war Ausdehnung übers Wasser, über die Wellen, übers Meer möglich und profitabel[31].


Der Mtoni-Palast 2010[32]

Als Emily Ruete 1885 nach 19 Jahren in Deutschland ihrer Heimat einen Kurzbesuch abstattet, findet sie den Palast ihrer Geburt schon großteils in Ruinen[33]. Das hat sich seither nicht geändert – aber der Palast wird nunmehr offenbar eifrig für den Tourismus genutzt. Siehe https://mtonipalaceruins.com/ um einen Tisch für ein Abendessen in den malerisch hergerichteten Ruinen zu bestellen oder https://www.tripadvisor.com/Attraction_Review-g482884-d3396350-Reviews-Mtoni_Palace_Ruins-Zanzibar_Island_Zanzibar_Archipelago.html für Fotos von solchen Essen und anderen Aktivitäten in den schön herausgeputzten Ruinen.

* * *

Endnoten:

[1] Strand bei Bet il Mtoni, dem Mtoni-Palast, Ausschnitt eines Panoramafotos von Hansueli Krapf 10.4.2005, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2005-04-10_13-09-57_Tanzania_-_Mtoni_Kigomeni.JPG.

[2] Petra Radeschnig gilt – wie stets – mein herzlicher Dank fürs Lektorieren!

[3] Emily Ruete, Memoiren einer arabischen Prinzessin. Erster und zweiter Band. Nachdruck der Originalausgabe von 1886, Dresden (Saxoniabuch) 2016. In der Folge als ER zitiert. Diese Ausgabe hat den Text des Originals abfotografiert, sie ist daher in Frakturschrift. Wer diese nicht beherrscht, sei gewarnt.

[4] Das Vermitteln zwischen Kulturen wird in Kommentargen gerne fokussiert. Siehe z.B. Katherine Maxwell, Sayyida Salme/Emily Ruete: Knowledge Flows in an Age of Steam, Print, and Empire, Global Societies Journal, Bd.3, 2015, pp.37-48.

[5] Foto des Hamburger Fotografen Heinrich Friedrich, keine Angaben zum Zeitpunkt des Fotografierens, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Emily_Ruete_(Sayyida_Salme),_Princess_of_Zanzibar.jpg

[6] ER Bd.1, p.7 und 9.

[7] ER Bd.1, pp.1-17.

[8] ER Bd.1, pp.18-31.

[9] Beit el Sahel, der Hauptpalast des Sultans, Foto David Stanley 2.1.2017, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Palace_of_the_Sultans_(33925707874).jpg.

[10] ER Bd.2, p.44

[11] Siehe z.B. ER Bd.1, p.118 und ER Bd.2, p.76.

[12] ER Bd.2, p.77.

[13] ER Bd.2, p.73.

[14] Emily Ruete, Foto des Hamburger Fotografen Heinrich Friedrich, keine Angaben zum Zeitpunkt des Fotografierens, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Princess_Salme_of_Zanzibar.jpg.

[15] ER Bd.2, p.82.

[16] ER Bd.1, p.83.

[17] ER Bd.1, pp.83f.

[18] ER Bd.1, p.43.

[19] Erstellt von Mozzan ArnoldPlaton am 4.3.2021, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Empire_of_Oman2-es.svg.

[20] ER Bd.1, p.6.

[21] Siehe Abdulrazak Gurnah: Ein Literatur-Nobelpreis für den Indischen Ozean, Ouagadougou (Africa Libre) 15.12.2021, https://www.africalibre.net/artikel/107-ein-literaturnobelpreis-fur-den-indischen-ozean. Inwiefern seine Familie mit dem Sultan verbandelt war, habe ich damals nicht herausfinden können.

[22] Emily Ruetes Schreibweise.

[23] ER Bd.1, p.28.

[24] “Als die Sache bekannt wurde, verschrie man mich ganz entsetzlich, was mich indeß nicht viel bekümmerte. O wie oft habe ich nicht diesen Entschluß im Lauf der Zeit gesegnet“. ER Bd.1, p.58.

[25] Was ihr aber die Feindschaft von Bargasch, des Anführers der VerschwörerInnen, einbringt. Was sich für sie später im Leben als sehr negativ auswirken sollte, wurde Bargasch doch nach Madjids Tod dessen Nachfolger – als solcher verwehrte er Emily Ruete den Genuss ihrer geerbten Güter in Sansibar.

[26] FotografIn unbekannt. Das Foto dürfte wenig vor Heinrichs Tod gemacht sein, da das am 13.4.1869 geborene zweite Kind nicht nach einem Säugling ausschaut, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Salma_bent_said.jpg.

[27] ER Bd.2, p.143.

[28] Kissenstein Emilys, Familiengrab Ruete, Friedhof Ohlsdorf, Planquadrat U 27, Foto Vitavia 13.11.2018, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grab_Emily_Ruete_FriedhofOhlsdorf_(3).jpg.

[29] Diese Analyse entstammt nicht Emily Ruetes Buch, sondern Sujit Sivasundaram, Waves Across the South. A New History of Revolution and Empire, London (William Collins) 2020 und dort insbesondere dem Kapitel 4 (In the Persian Gulf: Tangled Empires, States and Mariners), pp.123-165.

[30] Diesen für das Buch untypischen Ausflug in die Geschichte des Sultanats unternimmt Emily Ruete zum Demonstrieren der mitunter bedeutenden Rolle der Frauen. ER Bd.1, pp.194-196. Zum Abschluss dieses Stellung der Frau im Orient-Kapitels schreibt sie auf p.196 triumphierend: “Das war auch eine orientalische Frau!“

[31] Das ist die Hauptthese des erwähnten Buches von Sujit Sivasundarams: Im Zeitalter der Revolutionen (von der amerikanischen über die französische bis hin zu der von 1848) waren die Ozeane des Südens das bei weitem wichtigste Medium – erst danach wurde landeinwärts konsolidiert. Deswegen auch der Titel “Wellen quer durch den Süden“: Sujit Sivasundaram, Waves Across the South. A New History of Revolution and Empire, London (William Collins) 2020 und dort insbesondere dem Kapitel 4 (In the Persian Gulf: Tangled Empires, States and Mariners).

[32] Foto Jonathan Stonehouse 10.5.2010, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mtoni_Palace,_Zanzibar_2010.jpg.

[33] ER Bd.2, pp.174ff. Sie reist 1888 noch einmal kurz nach Sansibar – doch da ist das Buch schon publiziert. 1888 verlässt Emily Ruete Deutschland, lebt in Jaffa, Jerusalem, Beirut, bevor sie ihren Lebensabend in Jena beschließt – dort stirbt sie am 29. Februar 1924, vor sehr bald hundert Jahren.

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